{"id":61,"date":"2009-11-02T17:11:50","date_gmt":"2009-11-02T16:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/gw3.xn--allesfralle-yhb.de\/?page_id=61"},"modified":"2009-11-02T17:42:02","modified_gmt":"2009-11-02T16:42:02","slug":"der-schlussel-liegt-unterm-blumentopf-eine-vorstellung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/gw3.xn--allesfralle-yhb.de\/?page_id=61","title":{"rendered":"Der Schl\u00fcssel liegt unter\u00b4m Blumentopf &#8230; eine Vorstellung"},"content":{"rendered":"<p>Beton, kalte H\u00f6rsaale mit nackten, harten St\u00fchlen; dazu Stress, Oberfl\u00e4chlichkeiten, Methoden ohne Inhalte und Inhalte ohne Kritik, Angst, Krankheit und das Gef\u00fchl von Leere. Und das jeden Tag von neuem.<\/p>\n<p><em>Wann \u00fcbergeben wir uns endlich? <\/em><\/p>\n<p>Wir brauchen mehr Freir\u00e4ume. Also R\u00e4ume\u00a0 frei von Pr\u00fcfungsordnungen, Stundenpl\u00e4nen, Anwesenheitslisten, Klausurenstress, (Mindest)noten, etc. Wir brauchen Orte und Zeiten ohne Rektorate, Professor_innen und all die anderen Menschen, die uns erz\u00e4hlen, was richtig und wichtig ist, R\u00e4ume an denen sie nicht die Macht haben uns ihr Leben und ihre Gedanken aufzuzw\u00e4ngen. Wir wollen Orte an denen es um uns und unsere Bed\u00fcrfnisse geht und an denen unser Leben im Mittelpunkt steht.<\/p>\n<p>Was tun, um nicht zu ersticken, nicht unterzugehen? Im Fr\u00fchjahr 2004, einige Monate nach dem letzten Streik den die Uni Bremen erlebte, bauten Studierende eine Holzh\u00fctte: \u201cAus Raumnot entstanden, um Protestzeichen zu setzten und W\u00fcnsche zu verwirklichen.\u201d Das GW3 war geboren. Vielseitige Aktivit\u00e4ten, wie allgemeine Info- und Bildungsveranstaltungen, Treffen studentischer Gruppen oder einfach nur Grillnachmittage &amp; -abende entstanden um diese kleine, bunte H\u00fctte.<\/p>\n<p>Das GW3 ist ein Versuch, uns den ganzen zwanghaften Strukturen in unserem Alltag an der Uni entgegenzustellen. Wir warten nicht bis irgendwer irgendwann f\u00fcr uns unser Leben und unseren Studienalltag in die Hand nimmt. Wir tun es selber. Gerade weil wir jahrelang die meiste Zeit unseres Lebens hier verbringen, sollten wir die Uni nicht als reine Lernfabrik akzeptieren, sondern als vielseitigen Lebensort begreifen. Mit dem GW3 wollen wir eine Gegenrealit\u00e4t zum Unialltag schaffen. Es soll ein Ort sein, der Platz f\u00fcr eigene Gedanken und Ideen schafft, der als Treffpunkt dient, der Ruhe vom Unistre\u00df bietet, der Infopunkt ist, f\u00fcr all das, wor\u00fcber in Vorlesungen und Seminaren geschwiegen wird. . Es soll ein Ort sein f\u00fcr selbstorganisierte Seminare,\u00a0 f\u00fcr eigene Projekte, ein Ort f\u00fcr alle, die Lust haben selbstbestimmt etwas zu machen.<\/p>\n<p>Wie w\u00e4re es mit gem\u00fctlichen Sofas auf der Mensaseewiese, oder mit H\u00e4ngematten, einem Sonnensegel, einer Schaukel am See\u2026? Einige politische Veranstaltungen sind schon geplant, aber auch Lese- und Filmabende, Minikonzerte und sonstige Musikbeschallungen bis hin zu \u201cStrandpartys\u201d, Vok\u00fc, Lagerfeuer und Grillen k\u00f6nnen entstehen. Das alles sind Anl\u00e4sse um Zusammenzukommen, neue Kontakte zu kn\u00fcpfen und viele neue Schandtaten zu planen.<\/p>\n<p>Damit das alles kein Hirngespinst bleibt, m\u00fcssen Zeit und Raum nicht nur genutzt, sondern auch selber gestaltet und organisiert werden. Deshalb ergeht hier der Aufruf an alle, denen der universit\u00e4re Alltag zum Hals raush\u00e4ngt: Gestaltet das GW3 als universit\u00e4ren Freiraum aktiv mit!\u00a0 Organisiert z.B. eine\u00a0 Vok\u00fc-Gruppe , f\u00fcllt Nachmittage und Abende auf die verschiedenste Weise mit Inhalt, macht das GW3 zu eurem Raum. Der Schl\u00fcssel daf\u00fcr liegt unterm Blumentopf&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beton, kalte H\u00f6rsaale mit nackten, harten St\u00fchlen; dazu Stress, Oberfl\u00e4chlichkeiten, Methoden ohne Inhalte und Inhalte ohne Kritik, Angst, Krankheit und das Gef\u00fchl von Leere. Und das jeden Tag von neuem. Wann \u00fcbergeben wir uns endlich? Wir brauchen mehr Freir\u00e4ume. 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